Thalia

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Mutter Courage, Thalia Die Inszenierung lebt von seiner herausragenden Hauptdarstellerin Gabriela Maria Schmeide, die die Mutter Courage mit einer Herzlichkeit, einem Pragmatismus, einem Lebenswillen und einer Energie verkörpert, die mit ihrem Spiel den ganzen Text zu erklären vermag.

Città del Vaticano, Thalia In diesem Projekt von Falk Richter und Nir de Volff wechseln selbstvergessene Tanzszenen mit Selbstbefragungen, mit gesellschaftskritischen Zustandsbeschreibungen und vielen persönlichen Erzählungen. Letzteres ist ungewöhnlich für ihre Zusammenarbeit. Doch macht es diesen Abend besonders sympathisch. (Foto: Foto: Fabian Hammerl)

Glaubenskämpfer, Thalia Und zwar Auge in Auge, und nicht Zahn um Zahn. Wo ginge das besser als auf einer Bühne? Das Zusammentreffen von Vertretern der säkularen Gesellschaft auf der einen Seite und Vertretern der drei Buchreligionen auf der anderen soll viele verschiedenen Geschichten erzählen. Wie ein Buch sollen sie im Laufe des Abends aufgeschlagen werden.

Martin Luther Propaganda Stück, Thalia Denn Boris Nikitins Arbeit, die er zusammen mit dem Performer Malte Scholz entwickelt hat, spielt mit dem Uneindeutigen. So kommt Malte zunächst als Conferencier, dann als Pastor, als Demagoge, als Terrorist, als Extremist und schließlich als Heilsprediger daher. Er wechselt so schnell seine möglichen Rollenzuschreibungen, dass es schwer fällt, den Abend zu greifen.

Die 10 Gebote, Thalia Die Vielfalt der Gesellschaft spiegelt sie in der Vielzahl der Regiemittel. Alles ist erlaubt. Auch Gott als Zottelmonster, der zugeben muss, dass er den Menschen als maximale Sackgasse geschaffen hat.

Isabelle H., TiG "Grenzen sind Sand im Zwischenmenschlichen", das zeigt dieses Stück auf erschreckende, berückende und berührende Weise. Intensive Gefühle entstehen in der etwas über eine Stunde dauernden Aufführung durch das intensive Kammerspiel von Pascal Houdus und Marie Jung (Foto: Krafft Angerer)

Schere, Faust, Papier, Thalia Autor Michel Decar ermutigt mit seinem Blick auf die Geschichte der Welt keineswegs. Regisseur Ersan Mondtag versucht mit seinem Szenario zwischen Science Fiction, Apokalypse und Comic Witz in die vorbeiziehenden Bilder zu bringen. Bei ihm macht es Spaß den Schauspielern bei ihren vielstimmig und gekonnt choreographierten Zusammenspiel zuzuschauen.

Eine Sommernacht, Thalia Was Regisseurin Franziska Autzen mit ihren beiden Darstellern und dem Musiker Chris Lüers aus der Geschichte von David Greig macht, ist witzig, unterhaltsam und poetisch. Auf dem engen Aktionsraum vor, auf und hinter der Theke des Nachtasyls schaffen es Löcker und Szymanski scheinbar spielend leicht ihre nächtlichen Abenteuer im nassen Edinburg miterlebbar zu machen. Ein toller Abend.

Der Spieler, Thalia Regisseur Jan Bosse lässt die Zuschauer zu Mitspielern am Rouletttisch in Destojewskis "Spieler" werden. Er gruppiert sie in weißen Partysesseln um die Bar herum und lässt Andrejs Träume von Geld, Liebe und Glück direkt vor ihren Augen aufscheinen und zerplatzen. (Foto: Fabian Hammerl)

Don Carlos, Theaterfestival Das analysiert Kimmig in seiner Don-Carlos-Krankenstation in epischer Breite. Über dreieinhalb Stunden lang seziert er die Beziehungsunfähigkeit der handelnden Personen am Hofe.

Schimmelreiter, Thalia Dieser Inszenierungszugriff auf die eigentlich so dramatische Geschichte von Theodor Storm um den innovativen Deichgrafen und seine treue Frau Elke, die zusammen den Fortschritt wagen wollen, lässt die quälenden Widerstände nachfühlbar werden - wenn auch unter Hinnahme einer zum Teil malträtierenden Langeweile. Große Teile der Zuschauer verließen zur Pause die Vorstellung. Schade, sie erlebten nicht mehr, wie sich dieses Konzept im zweiten Teil zu einem Ganzen fügte und seine Aussage durch seine stringente Form emotional spiegelte.

3000 Euro, Thalia Jost gelingt mit ihrem Schauspielerteam, aus dem Flubacher mit ihrer intelligenten Ironie herausragt, Marie Jung mit ihrer zarten Stärke beeindruckt und Patrick Bartsch mit seiner gespielten Lässigkeit überrascht, eine spannende Interpretation des Romanstoffes, die bis zum Schluss gekonnt mit ihrer Rätselhaftigkeit kokettiert.

Geld, Thalia Geld oder Liebe? Zwischen diesen Polen agieren die Paare im zweiten Teil der Emile-Zola-Trilogie von Luk Perceval. In den unruhigen Zeiten der Vorindustrialisierung würden alle nur zu gerne beim Tanz ums Geld mitmachen. Wie elektrisiert lassen sie ihr Leben von dem harten schnellen Beat des Geldverdienens bestimmen.

Richard III., Thalia Nur ein einziges Mal verlässt Numeros das Gestern. Er lässt Richard an die Rampe treten und eine Rede gegen die Einwanderung der Menschen aus dem Süden, die übers Meer kommen, direkt an die Zuschauer halten. Doch dann rutscht das Stück allzu schnell in die Vergangenheit...

Diese Geschichte von Ihnen, Theaterfestival Nachtkritik: "Diese Geschichte von Ihnen – Andrea Breth bringt einen psychologischen Krimi mit Nicholas Ofczarek und August Diehl ins Wiener Akademietheater" (Foto: Bernd Uhlig)

Erschlagt die Armen, Thalia Doch während dies im Roman emotional aufwühlend geschildert wird, wahrt Lenk im Thalia in der Gaußstraße in ihrer Inszenierung stets die kühle Distanz. So kommt nur in der vor geschalteten Viertelstunde im Foyer, in der scheinbar dokumentarisches Filmmaterial von Flüchtlingsanhörungen auf zwei Leinwänden gezeigt wird, eine Nähe zu den Flüchtlingsgeschichten auf.

Wut/Rage, Thalia Ein Abend, der einen etwas ermattet und wütend zurücklässt, gerade weil sich die Wut selbst nicht mehr zu lohnen scheint. Wut sollte den Menschen eigentlich mit Energie zum Aufbegehren versorgen, hier reicht sie gerade für den Gang zum nächsten Kiosk oder für eine müde Pöbelei des zufällig Vorbeilaufenden.

Nathan die Weise, Thalia "Digger, so war das, ich schwör!" So klingt es, wenn der Tempelritter (Steffen Siegmund) von Nathans Tochter Recha erzählt und wie er sie aus dem Feuer rettete. Zum Beweis, dass es sich hier nicht um einen altmodischen Schulstoff von Ephraim Lessing handelt, würzt er seine Story mit HipHop-Attributen.

Fraktus, Thalia Viel Rauch, viel überirdische Animationen, viel handgemachte Synthesizermusik, wenig Text und null Botschaft machen den Abend zu der erwarteten Mischung aus Nonsens, Bühneneffekten, Sinnfreiheit und Minimal-Musik.

Körber Studio Junge Regie, Thalia Nicht gehört werden, unerhört sein und Unerhörtes tun. Mit Tabus brechen, um Aufmerksamkeit ringen, auf einen Anruf warten, auf ein Abheben hoffen. Und doch unbeachtet und unverstanden bleiben. Das geschieht nicht nur Kassandra. Unerhörtes wagt gleich die erste Szene der Siegerinszenierung des diesjähriges Körber-Studio Junge Regie von Anna-Elisabeth Frick von der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg....(Fotos: Krafft Angerer)

Schnee, Thalia Mondtag traut seinen Zuschauern eine eigene Auseinandersetzung mit den angeschnittenen Themen zu. Er lässt sie zu einem Teil der Meinungsmassen werden. Sie müssen, wenn sie einen Gewinn aus dem Abend ziehen wollen, auch ihre Perspektiven ständig wechseln. Ein anstrengender, außergewöhnlicher und anregender Abend, der irritieren will und damit sehr erfolgreich ist.

Tote ausgraben, Thalia Tote sollten sie ausgraben helfen, die Regiestudenten der Theaterakademie mit ihren Studienprojekt III. Doch tot sind weder die Stoffe, um die es ging, noch vergessen der Autor Heiner Müller. Das bewiesen auch die Arbeiten der Jungregisseure.

Endstation Sehnsucht, Thalia Nachtkritik: "Endstation Sehnsucht – Lars-Ole Walburg inszeniert Tennessee Williams am Hamburger Thalia stimmig aber visionsfrei"

Kaspar, Häuser, Meer Regisseurin Friederike Harmstorf macht im Thalia in der Gaußstraße sehr deutlich, dass diese Frauen nur scheitern können. Sie tanzen auf einem Vulkan aus Akten, der jeden Moment ausbrechen kann.

Warten auf Godot, Thalia Zeit: "Estragon hat ’ne Scheibe - "Warten auf Godot" mit DJs oder wie das Thalia Theater an Beckett scheitert ...

Besuch bei Mr. Green, Thalia Das Stück von Jeff Baron ist ein flottes Wohlfühlstück mit voraussehbarem Happy-End. Gesellschaftliche Vorurteile werden in schnellen Dialogen und kurzen Szenen aufgespießt. Die beiden Thalia-Darsteller Peter Maertens und Sven Schelker sind perfekt für die Rollen geeignet.

Früchte des Zorns, Thalia Das ständige Warten und die Langeweile der Flucht wird auch in die Zuschauerreihen nachfühlbar. Diese Inszenierung kennt keine Entwicklung, keine Höhen und Tiefen, keine Brüche. Das ist zur Verdeutlichung der Tragik schlüssig, aber taucht die Inszenierung leider zu durchgehend in einförmiges, schleppendes, braunes Moll, um über die gesamte Dauer zu faszinieren.

Mitleid, Thalia Regisseur Milo Rau hat für dieses beeindruckende Stück an der Berliner Schaubühne hunderte Interviews mit NGOs geführt. Naive Gutmenschen wie diese Frau aus Europa und Amerika halten eine ganze Industrie der Helferindustrie am Laufen. Rau stellt bohrende, unangenehme Fragen. Wer leidet mit? Kann es Hilfe ohne Mitleid geben? Kann ein Mitleidender helfen? (Foto: Daniel Seiffert)

Heimatlieder aus Deutschland, Lessingtage Als Ersatz für den abgesetzten Musikantenstadl wurde schon einmal auf der Thalia Bühne im Rahmen der Lessingtage geprobt: Heimatlieder auf neudeutsch. Wie breit gefächert die Kulturen sind, die in Deutschland ihre Lieder singen, führt der Abend unter der Moderation von Mark Terkessidis und Jochen Kühling vor.

The Situation, Thalia Yael Ronen ist eine Meisterin der pointierten, mit leichter Hand inszenierten Abende, die mit Klischees und Vorteilen geschickt spielen. Mit sicherem Gespür für einen Humor, der die Auseinandersetzung mit dem Ernsten erst möglich macht, hat sie wieder einmal einen Abend inszeniert, der ohne jeden Anflug von pädagogischen Zeigefinger daherkommt und bei dem man dennoch jede Menge lernen kann. Das ist große Kunst.


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Entlang der Gräben, Lessingtage
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