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Die Richtigen sind eh meist die Falschen

„Die Richtigen sind eh meist die Falschen.“
„Der Mann, der zu mir passt, der muss auch zu seinem Sohn Max passen.“ „Ich suche nur einen, der zu mir passt.“ So sinnieren die beiden Freundinnen Nike und Katrin bei ihrem nächtlichen, sommerlichen Umtrunk auf Nikes Balkon. Die passende Flasche darf nie dabei fehlen. Wenn die Cola zur Neige geht, wird der Rum zur Not auch unverdünnt vertilgt. Die beiden Berlinerinnen versuchen ihr Leben zu meistern, was sie immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Die geschiedene, arbeitslose, fast vierzig-jährige Katrin muss als allein erziehende Mutter die Erziehung ihres Sohnes Max ohne väterliche Unterstützung wuppen. Nike rast als zupackende Alterpflegerin mit ihrem Fahrrad von einem Termin zum nächsten. Dabei hoffen sie auf die Besetzung der Leerstelle an ihrer Seite. Doch Nike weiß: „Die Richtigen sind eh meist die Falschen.“ Ronald, der LKW-Fahrer, den die Beiden kurz darauf treffen, untermauert diese These. „Warum denkst du, dass nur weil hier sexuell was zwischen uns läuft, kannst du dich wie ein Arschloch benehmen?“ fragt Nike ihn kurz bevor sie den Schmarotzer wieder aus ihrer Wohnung expediert.
Der Filmstoff von Andreas Dressen bewahrt auch in der Theaterfassung von Gunnar Dreßler seinen spröden Charme. Das liegt vor allen Dingen an den beiden Hauptdarstellerinnen. Wenn auch als Katrin ganz anders besetzt als im Film etwas gewöhnungsbedürftig ist, überzeugen beide mit ihrer Präsenz auf der Bühne des Theaters in der Basilika. Das ist umso bemerkenswerter, da man an diesem Stück beobachten kann, wie schwer es ist ohne viel Text ausdruckstark zu wirken.
Ein amüsanter Theaterabend ist den Zuschauern im Theater in der Basilika gewiss. Und die Erkenntnis: „So ist das Leben eben.“
Birgit Schmalmack vom 24.9.07

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