Thalia

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Furor, Thalia Überschäumende Diskussionen mit Vorwürfen, Anklagen, Todesdrohungen, Erpressungsversuchen und Angeboten haben sie sich geliefert, aber kein klares Ergebnis gefunden. Lutz Hübner und Sarah Niemetz haben ein höchst aktuelles Stück zur derzeitigen Suche nach Lösungen für das immer weitere Auseinanderklaffen der Einkommensschere geschrieben. Es beschäftigt sich mit einem möglichen Aufstands der Abgehängten gegen ihre Feinde, gegen die Politiker, die die Bodenhaftung schon lange verloren haben und in einer komplett anderen Erfahrungswelt leben.

Italienische Nacht, Thalia Ansonsten benötigt die Bühne nur eine Drehung und die Szenerie hat sich völlig verändert. Statt des Keyboard-Trios steht eine Rechtsrock-Band auf dem Podest in der Gaststube. Statt italienischer Schmuse-Schlager ertönt neonazistischer Black-Metal. So nah ist die Gefahr, auch wenn sich die bürgerliche Welt noch in Sicherheit wiegen will.

Hamletmaschine, Lessingtage Klug, wie Sebastian Nübling mit dem internationalen Ensemble eine heutige Fassung des Müller-Textes entwirft, die irritiert, aufwühlt und berührt. Während die Zuschauer nach dem Schlussapplaus den Raum schon verlassen, tauchen plötzlich auf dem transparenten Bühnenvorhand die lächelnd winkenden Widergänger der Schauspieler auf. Ihre schmerzlichen Erinnerungen werden nach ihrem Abtreten noch nicht verblassen. Ein schaurig-schönes Bild. (Foto Ute Langkafel)

Kaspar, Thalia Kein ideologisches Auflehnen gegen das System mehr sondern ein spielerisches Experimentieren mit dem Material. Verstecken hinter vermeintlicher Dummheit schafft Freiheit. Witz schlägt Dogmatik. Slapstick wird zur Auflehnung.

I am Europe, Thalia Sie werden zu der personifizierten Anklage wahrer Europäer gegen die Politiker, die die Spaltung vorantreiben, die Ghettos zulassen, die Arm und Reich immer weiter auseinander driften lassen, die die Gelbwesten auf die Straße treiben, die die Banlieues brennen lassen, die die Engländer nicht in der EU halten können, die Identitäten zerbrechen lassen, die die Menschen in die Arme vom Front National und der AfD treiben.

Your Love is fire, Thalia Das Stück des Theaterkollektivs Ma’louba (Regie: Rafat Alzakout) wechselt ständig zwischen der Metaebene des Autors und dem Geschehen in Rands und Halas gemeinsamer Wohnung. Das ist verwirrend und spannend zugleich. Schnelle Interpretationen, die die Eingangsszenen nahe legen, verwehren sich so. (Foto: Gianmarco Bresadola)

Hear Word, Lessintage Doch diese zehn Frauen aus Nigeria machen unter der Regie von Ifeoma Fafunwa diese Quadratur des Kreises, die von ihnen gefordert wird, jetzt öffentlich. Sie stellen sich auf internationale Bühnen und fordern für sich und ihre Geschlechtsgenossinnen das Recht auf Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung ein. Beim Publikum in Hamburg finden sie dabei jubelnde Unterstützung. Foto: George Udeze for Camara Studios (Lagos)

Who is happy, Lessingtage Serebrennikow führt an diesem wunderbar vielschichtigen Abend nicht nur eine riesige Bandbreite an gekonnt arrangierten Theatermitteln auf, sondern erzeugt mit einem stimmungsvollen Soundtrack, der von den Musikern und Sängerinnen live auf der Bühne intoniert wird, eine Atmosphäre, die durch den Abend trägt.Foto: Ira Polyarnaya

Die Zofen, Thalia Die Compagnie Dumanlé von der Elfenbeinküste macht deutlich, dass die Zofen die Strukturen so verinnerlicht haben, dass sie sie nicht mehr benötigen, um in ihnen verhaftet zu bleiben. Foto: Kathrine Uldbaek Nielsen

Vor dem Fest, Thalia Die junge Regisseurin hat mit ihrem Ensemble offensichtlich Spaß an dieser überbordenden Vielfalt der Einfälle und spiegelt diese durch die Kostüme wieder, die auf jedem Lilabe-Karneval für Aufsehen sorgen würden.

Frankenstein/Homo Deus, Thalia Welt: "Regisseur Jan Bosse verheddert sich im Thalia Theater auf dem Weg von „Frankenstein“ zum „Homo Deus“ in einem Drama mit fünf Stationen "

Patentöchter, Thalia Die RAF-Terroristen töteten nicht nur einzelne Vertreter der verhassten Systems sondern sie verwundeten auch Familien. Ein Kapitel deutscher Geschichte, über das bisher viel zu wenig in der Öffentlichkeit diskutiert wird, das über spektakuläre Entführungsfilme hinaus ging. Grünewald bezieht mit seinem Stück klare Position: Gewalt ist durch keine politische Überzeugung zu legitimieren. Ein überaus spannender und aufrüttelnder Theaterabend.

Hexenjagd, Thalia „There is no god.„ Ein beruhigendes Ende? Schließlich dürfen hierzulande solche Songs mittlerweile ohne Androhung von Strafen gesungen werden. Doch sind die Gefahren damit für zukünftige Entwicklungen oder für andere Regionen gebannt? Pucher entlässt sein Publikum wahlweise mit guter Laune zum Glas Wein oder angeregt diskutierend über drohende Anzeichen am Horizont.

Tod eines Handlungsreisenden, Theaterfestival In der Inszenierung von Bastian Kraft am Deutschen Theater wird die Erschütterung des Handlungsreisenden Willy Loman auch deswegen so unausweichlich, weil er auf jede Dekoration im Bühnenbild (Ben Baur) verzichtet. Einzig die riesigen Schatten auf dem weißen Bühnenhalbrund bestürmen den kleinen alten Mann. (Foto: Arno Declair)

Dritte Republik, Thalia Köck entwirft mit seiner Co-Regisseurin Elsa-Sophie Jach ein albtraumartiges Kaleidoskop an Eindrücken, durch das er aus der Vergangenheit in die Gegenwart und Zukunft blickt.

Iran-Konferenz, Thalia Autor Wyrypajew vereinigt in seinem Stück viele Aspekte. Er legt die Hypris der westlichen Wissenschaft bloß, weckt Verständnis für gegensätzliche Sichtweisen, zeigt die Grenzen der Intellektualität auf und hinterfragt die Absolutheit von Werten

Im Herzen der Gewalt, Thalia In der Gegenüberstellung seiner Erfahrung mit der Sichtweise der Schwester will er seine Version des Erlebten genauer sehen können. Doch genau das vermeidet die Inszenierung von Franziska Autzen. Sie fokussiert sich darauf, zu zeigen, dass es die Wahrheit nicht gibt.

Das Wetter, Thalia In seinem Projekt erkundet Regisseur Jan Philipp Stange den Unterhaltungswert des Wetters nicht nur als nachbarschaftliches Small-Talk-Thema sondern auf einer Theater-Bühne.

Panikherz, Thalia Spiegel-online: "Selbstzerstörung eines Hochbegabten - Koks und Bordellbesuche: Benjamin von Stuckrad-Barres "Panikherz" wurde jetzt auch in Hamburg aufgeführt. Regisseur Christopher Rüping inszeniert es als Selbsthilfegruppe."

Fontainhead, Thalia Während die Thesen des russischstämmigen Amerikanerin Rand aus heutiger Sicht zu einseitig und schlicht klingen mögen, sind es ihre Figuren keineswegs. Im Laufe des Abends werden sie mehrfach gebrochen und bleiben damit in ihrem Zusammenspiel bis zum Schluss interessant.

Torpedokäfer, Lichtmess Die Lesung gab einen Einblick in das rasante Leben des Franz Jung und macht Lust mehr von diesem spannungsreichen Autor, die sich zeit seines Lebens zwischen alle Stühle setzte, zu erfahren.

Bilder deiner großen Liebe, Thalia Birte Schnöink spielt das vierzehnjährige Mädchen sehr überzeugend. Sie bewegt sich durch den kargen weißen Bühnenraum wie durch ein Experimentierfeld. So bleibt unklar, ob alle diese Ereignisse nur in ihrem Kopf stattfinden oder tatsächlich passieren.

Der Volksfeind, Lessingtage Doktor Stockmann (Joachim Meyerhoff) hält eine flammende Rede. "Mischt euch ein! Tut etwas! Übernehmt Verantwortung!" lauten seine Appelle. Doch vor ihm stehen nur riesige Gartenzwerge. Ungerührte Minen, gleich bleibendes, nichts sagendes Grinsen.

Imitation of life, Lessingtage Sie zeigen Menschen, die von den Veränderungen durch den hereinbrechenden Kapitalismus und Nationalismus hin- und her geworfen werden und ihre Basis verloren haben. Ein weiteres Highlight der Lessingtage.

1993, Lessingtage Doch dieses Stück hat seine Berechtigung, weil es konkrete, direkte Fragen stellt und dazu sehr konsequent und ohne Kompromisse einzugehen zu unkonventionellen Theater-Mitteln greift. Solche Stücke gehören auf ein Festival wie die Lessingtage! (Foto: Jean-Louis Fernandez)

Rückkehr nach Reins, Lessingtage Ein ungewöhnlicher Theaterabend, der fast völlig auf Aktion verzichtet, stattdessen einem bebilderten Hörstück gleicht. Doch damit passt er gut zur Vorlage des Buches von Eribons, dass sich ebenfalls sparsamer Mittel bedient. Das Gastspiel der Berliner Schaubühne bei den Lessingtagen wurde auch deswegen zu einem besonderen Ereignis, weil statt des erkrankten Hans-Jochen Wagner Thomas Ostermeier selbst den Regisseur spielen musste. Er war wie geschaffen für die Rolle. (Foto: Arno Declair)

Performing Embassy of hope, Thalia Die Fronten sind klar getrennt: Hier die Deutschen, dort die Geflüchteten. Erstere haben ihren Platz am Redepult direkt vor den Zuschauern eingenommen, letztere befinden sich in einem erhöhten Glaskasten, etwas größer als die Wohncontainer, in denen viel von ihnen immer noch leben. Integration sieht anders aus.

Lieber Herr Pastor..., Lessingtage In Harzer und Reemtsma fand dieser Gegenstand seine perfekten Vortragenden, die mit leicht süffisanten Unterton den Text an den richtigen Stellen zu würzen verstanden. Ein Genuss nicht nur für den Intellekt.

Entlang der Gräben, Lessingtage Immer wieder plädiert Kermani für Verständnis der Positionen in anderen Ländern, die sich aus deren Geschichte erklären würden. Er lobt den Reichtum Europas, der gerade durch die Vielfalt der unterschiedlichen Haltungen und Kulturen ergeben würde. Dieser sollte nicht als Gefahr sondern als Chance gesehen werden.

Clean City, Lessingtage Die Inszenierung von Anestis Azas und Prodromos Tsinikoris erinnert an Arbeiten von Rimini Protokoll, die ebenfalls "Experten des Alltags" auf die Bühne stellen. Doch hier stehen die Frauen mit ihren privaten Geschichten im Mittelpunkt. Ihr Charme und ihre Lebensenergie dieser Frauen vermittelt sich eindrücklich.


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Entlang der Gräben, Lessingtage
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