English Theatre

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The picture of Dorian Gray, English Theatre Das Bühnenbild nutzt eine rollbare Treppe, die im selben viktorianischen Tapetenmuster verkleidet ist wie die Wände, um immer wieder neue Räume entstehen zu lassen. Zudem sorgen die Projektionen auf der Rückwand dafür, dass die Atmosphäre eines früheren Londons mit Pferdekutschen und Kopfsteinpflaster eingefangen wird. Dort sind auch die drastischen Veränderungen in Dorians Porträt in Übergröße zu verfolgen. Das Publikum feierte bei der Premiere besonders die schauspielerischen Leistungen und die Wandlungsfähigkeit des kleinen Ensembles, völlig zu Recht. Hier standen wie immer Vollprofis auf der Bühne, die ihr Handwerk verstehen.

Gaslight, English Theatre Die Inszenierung von Paul Glaser lebt von dem ausgezeichneten Ensemble. Jede der fünf Rollen ist perfekt besetzt. Hier stimmt jede noch so kleine Mimik. Doch ohne den Ian Bailey als Inspektor Rough wäre dieses Stück nur halb so gelungen. Wie dieser in seinem immer noch ungebrochenen Ermittlungseifer um die Menschen und Fakten herumtänzelt und Stück für Stück die Wahrheit ans Licht holt, ist absolut sehenswert. Er ist das Zentrum dieses Abends, der psychologisch sensibel den Begriff Gaslighting so in eine Handlung umsetzt, dass seine Auswirkung in jedem Moment nachfühlbar ist und seine Auflösung über (mit Pause) fast drei Stunden lang fesselt.

Invisible Hand, English Theatre Die Inszenierung von Clifford Dean setzt ganz auf seine drei Hauptdarsteller. Lee White als Nick nimmt man den verängstigten Todeskandidaten, der alles tut, um am Leben zu bleiben in jedem Moment ab. Er führt in seinem Spiel durch alle Gefühlszustände der Verzweiflung, der Hoffnung, der Todesangst und der Erkenntnis seiner Machtlosigkeit. Man fühlt mit ihm mit. Ismail Khan als Bashir macht mit seinem pakistanischen Londoner Akzent die Klassenunterschiede von vornherein deutlich. Er leidet unter der Diskriminierung, die er Zeit seines Lebens von den Weißen erfahren hat und die er nun an Nick auslassen kann. Er kann sie nun durch umso Härte gegenüber Nick ausspielen. Rohit Gokani als Imam gibt den jovialen Gutmenschen, der die Menschlichkeit selbst unter diesen Umständen zu bewahren will. Doch das ist nur Schein. Immer wieder spielt er seine Macht aus, um zu zeigen, von wessen Gnade das Weiterleben abhängig ist. Es braucht nicht mehr als eine Gefängniszelle, um einen hochspannend Psychothriller zu erzählen.

JEEVES & WOOSTER, English Theatre Dieses Stück karikiert die britische Oberschicht auf genüssliche Weise. Ihre Exzentrik, ihre Selbstbezogenheit und ihre Realitätsferne dreht Kapriolen, dass die Lacher fast im Halse stecken bleiben, so abgehoben sind sie von den Sorgen der Normalbürger. Die drei Schauspielenden sind allesamt Könner ihres Fachs, besonders William McGeough und Katherine Rodden glänzen als die Zwei, die in alle Rollen, die Woosters für seine krude Story benötigt, ganz nach Bedarf in Sekundenschnelle schlüpfen, ganz unabhängig von ihrem Geschlecht. Rodden kann sowohl keifende Tanten wie gefährliche Schlägertypen und McGeough kann distinguierte Butler ebenso wie verführerische junge Damen spielen. So darf das Publikum sich über den perfekten Unsinn, den die Drei hier veranstalten, amüsieren und sich einmal für zweieinhalb Stunden dem Alltag, der verglichen mit diesem Unsinn plötzlich ganz vernünftig erscheint, enthoben fühlen. Foto: Stefan Kock)

The Hound oft the Baskervilles, English Theatre Doch kann dieser altbekannte und etwas angestaubte Stoff "The Hound oft the Baskervilles" von Sir Arthur Conan Doyle heute noch interessant genug für eine Theateraufführung sein? Ja, er kann, wenn man ihn so wenig ernsthaft wie die Autoren Steven Canny und John Nicholson nimmt, die sich den als Fortsetzungsroman veröffentlichten Stoff vorknöpften und daraus eine tiefschwarze Krimi-Komödie mit reichlich Comedypotential machten. Am English Theatre wird „Der Hund von Baskerville“ nun zu einem großen Spaß, der von der Spielfreude seiner nur drei Schauspieler:innen (Katherine Rodden, Charlie Tripp und Benjamin Press) lebt.

The Fox

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